Steffisburg

Kirche Sonnenfeld

Kirche Sonnenfeld

Mitten im Wohnquartier Schwäbis/Sonnenfeld steht die 1960 errichtete Kirche Sonnenfeld mit dem prägnanten, freistehenden Glockenturm. Die Kirche überrascht den Besucher mit einer klaren Architektur und einer gelungenen Lichtführung im Innern. Die Architekten der Kirche sind Max Schär und Adolf Steiner. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der grosse Quartierspielplatz mit altem Baumbestand.

Baujahr | 1960

Architekt | Schär, Max; Steiner, Adolf

Politische Gemeinde | Steffisburg

Kirchgemeinde | Steffisburg

Webseite Kirchgemeinde

Adresse | Kirchfeldstrasse 25

Koordinaten | 46.766876, 7.620285

Google Maps | Swisstopo

Öffnungszeiten |
Mo-So 8-18 Uhr (Sommerzeit), Mo-So 8-17 Uhr (Winterzeit)

Das Quartier im Schwäbis und im Sonnenfeld gehört politisch zur Gemeinde Steffisburg. In der Mitte des 20. Jahrhunderts erlangte das Quartier einen grossen Bevölkerungszuwachs. Als Reaktion darauf liess man 1959/60 durch die Architekten Max Schär und Adolf Steiner die Kirche «Sonnenfeld» errichten.

Die Kirche wurde als Zentralraum über achteckigem Grundriss gebaut, überdeckt von einem zehnteiligen, zeltförmigen Dach. Der Wechsel von geschlossenen Wandflächen und offenen, farbig verglasten Beton-Gitterwänden gestaltet den lichtdurchfluteten Innenraum. Die Architekten wählten einfache Baumaterialien: Tannenholz, Kalkverputz, gebrannte Tonplatten, Beton und Glas.

Neben der klaren Architektursprache wird das Innere von verschiedenen Ausstattungsgegenständen geprägt. Die Kanzel und der Abendmahltisch/Taufstein in massiver, kantiger Ausführung aus französischem Kalkstein von St. Michel stammen vom Bildhauer Gustav Piguet (1909-1976), geb. in Interlaken. Die Kanzel ist geschmückt mit den vier Attributen der vier Evangelisten. Die Vorderseite wird von einem Flachrelief mit der Darstellung des barmherzigen Samariters geziert. Der Abendmahltisch/Taufstein trägt in der Mitte das Bild des Lammes als Hinweis auf Jesus Christus.

Die Glasmalereien wurden von Robert Schär (1894-1973) gestaltet und durch die Firma Reich und Vogelsang in Bern ausgeführt. Zwei Scheiben beim Eingang auf der Ostseite symbolisieren «Tag» und «Nacht», «Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag». Die Hauptfenster thematisieren «Weihnacht und Auferstehung». Das Hauptereignis von Weihnachten, die Menschwerdung Gottes darzustellen, war das zentrale Anliegen des Malers. Die zwei Fenster in der Südwand stellen den Durchgang Jesu durch das Tor des Todes zum ewigen Licht dar.

Die Orgel wurde vom Orgelexperten Ernst Schiess in Bern und dem Organisten Fritz Bürki in Konolfingen konzipiert und von der Firma Orgelbau in Genf erstellt. Sie besitzt insgesamt 1582 Pfeifen, davon 60 in Holz, die übrigen in Zinn. Die grösste Pfeife hat 2,4 m klingende Länge, die kleinste 16 mm.

Im Untergeschoss der Kirche befindet sich ein Saal mit Nebenräumen für diverse Nutzungen. Die Räumlichkeiten wurden 1991 saniert.

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